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Der Name ist Programm. Scrapy setzen ihren Weg konsequent fort und machen da weiter wo sie bei uns aufgehört haben. „The Smart Sensation“ hat alles, was die „Unsteady Times“ auch hatte. Sie ist stilvoll, modern, abwechslungsreich und vor allen Dingen mit Hits vollgepackt. Textlich und musikalisch wartet sie mit all dem auf, was dem zeitgenössischem Skinhead lieb, teuer und wichtig sein sollte. Die Einflüsse sind so vielfältig, dass es müßig ist, sie hier einzeln aufzuzählen. Scrapy auf einen Haupteinfluss festzunageln ist eh sinnlos. Die Vielfalt und das Hitpotential sind ihre Stärken, die sie hier gleich im Dutzend auspacken. Gratulation und viel Glück beim Label vom Fach!
© Swen / Plastic Bomb #62
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Ob das der gute Einfluss von Grover ist? Scrapy wirken musikalisch stark verbessert und unglaublich frisch. Dass sie Songs schreiben können, hat man ja schon immer gehört. Scrapy spielen Ska („Empire“) und Punk („Radio Underground“), manchmal sogar gleichzeitig („The Smart Sensation“), sind dabei aber vielen kaum erträglichen Ska-Punk-Bands deutlich überlegen und haben drollige Texte. Anhören, den „Chaos City Rudeboy Sound“!
© BossK / Big Shot
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„In Weissbier We Trust!“ – was soll man da noch sagen? Unsere Lieblingsbayern kommen aus Vilshofen, unweit von Passau, und knallen uns mit einer Selbstverständlichkeit ihr viertes Album vor den Latz, dass es kracht. Und beweisen nebenher, dass die Band nicht nur über trinkfeste Burschen verfügt, sondern auch außerordentlich gute Songschreiber zu den ihren zählt (bei zugegebenermaßen großer Schnittmenge). „Streetska“ steht auf ihrer Fahne, und das bedeutet packende Rhythmen mit dem Extra-Bisschen an harter Gitarre. Zwölf Stücke, die wunderbar schnell ihren Weg ins Ohr finden – Erinnerungen an die besonders guten englischen Bands der Achtziger Jahre wie „Madness“ werden wach. Mit viel Geschick und Raffinesse wurde produziert – vor allem der kreative Umgang mit Effekten auf den diversen Gesangsstimmen sticht aus der erneuten Flut an deutschen Ska-Veröffentlichungen mehr als angenehm hervor. SCRAPY haben es auf THE SMART SENSATION (Grover) geschafft, ihrem Stil treu zu bleiben und trotzdem innovativ zu sein – unbestritten eines der Glanzlichter in letzter Zeit!
© Riddim 02/08
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Zuerst muss ich mich mal ein wenig über das Album und mich aufregen, aber lasst euch davon nicht abschrecken! Denn auf den ersten Blick haut mich diese CD ja nicht gerade vom Hocker, weil das Cover und Booklet graphisch einfach nicht überzeugen wissen. Immerhin gibt es, neben sechs langweiligen uninformativen Bildern, sämtliche Songtexte mitgeliefert.
Nach dem ersten Hören der nächste Aufreger: Warum hab vorher noch nichts von der Band gehört?
Gleich der Opener macht einem klar, womit die Jungs und Mädels von Scrapy mal angefangen haben nämlich als Punkband. Neben dem ersten Song gibt es noch zwei weitere, die sich ganz auf Punk beschränken.
Ab dem Namen gebenden zweiten Titel kommt die Stärke dieser sehr guten Scheibe zum Vorschein: wuchtige, den Offbeat treibende Bassläufe, die mich oftmals an Rancid erinnern. Aber hier wird  auch in fast jedem Stück der umfangreiche Bläsersatz beteiligt.
Mit 'Empire' und 'This Generation' kann sich der Hörer davon überzeugen, dass Scrapy nicht nur volles Brett nach vorne spielen kann, sondern auch ruhigere bis sehr gechillte Dub angehauchte Klänge fabrizieren kann.
Für weitere Abwechselung sorgt der Genre fremde Produzent Vincent Fries, der vor allem in 'DJ...DJ' mal seine elektronischen Wurzeln durchklingen lässt.
Traditionalisten werden an dieser CD vermutlich eher weniger ihre Freude haben, dafür jene umso mehr, die entweder sowieso gerne Ska-Punk hören oder eher Punk mögen, aber mal etwas über den Rand des Pogokreises schauen wollen, denn es geht hier abwechselungsreich mit voller Kraft nach vorne treibend zur Sache!
© Tille 2/2008
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Review: THE SMART SENSATION CD (Grover/SPV) – Ox-Fanzine / Ausgabe #73
Nachdem es 2006 etwas ruhiger um das niederbayerische Street-Ska-Paket geworden ist und das letzte Album "Unsteady Times" auch schon wieder drei Jahre her ist, gibt es jetzt endlich das vierte Album von SCRAPY. Und "The Smart Sensation" ist definitiv ein Highlight für die Streetpunk/Ska/Skinhead-Szene, nicht zuletzt da dieses Album auf dem renommierten Ska-Label Grover erscheint. Nach wie vor gibt es Anleihen ihrer Helden THE CLASH oder RANCID, dann aber überragen Soul-Elemente, die an die besten Tage der PIETASTERS erinnern. Während aber die meisten Bands bemüht sind, schlechte Kopien ihrer Vorbilder zu werden, wissen SCRAPY genau, wie sie ihre Ideen umsetzen können, ohne dabei ihre individuelle Art zu vernachlässigen. Trotz Besetzungswechsel, die zwar auf der Bühne manches Mal ihren Tribut fordern, ist die Stammmannschaft all die Jahre geblieben, so dass das Songwriting im Laufe der Zeit eine Qualität erreicht hat, die durchaus an ihre Vorbilder anknüpft. Fairerweise muss man sagen, dass ohne die Unterstützung ihrer vielen Musikerbekanntschaften in den verschiedensten Genres "The Smart Sensation" womöglich nicht so abwechslungsreich geworden wäre und der Gehalt des Albums darunter gelitten hätte. Durchwegs positive Anregungen kamen vom DJ und Produzenten Vincent Fries. SCRAPY goes TRANSPLANTS wurde hier an den Hymnen experimentiert und ihnen so das gewisse Extra verliehen. War "Saturday Night" bisher das SCRAPY-Album schlechthin, bin ich mir sicher, dass "The Smart Sensation" ihm diesen Rang streitig machen wird. (42:12) (9)
© by OX-FANZINE [#73] und Simon Brunner
the smart sensation
Interview: SCRAPY – Ox-Fanzine / Ausgabe #73
... versus degradierten Punk und Ska

Wiedererkennungswert: 100 Prozent. Sie sind individuell und innovativ. Traditionalisten haben ihre Probleme mit ihnen. Für alle Punks und Skins, die über den Tellerrand schauen, sind SCRAPY eine musikalische Bereicherung. Im Laufe der Jahre haben sie ihre eigene Schublade gezimmert: Streetska. Streetpunk-Hymnen mit treibendem Offbeat. Seit ihrem dritten Album "Unsteady Times" wurde es für SCRAPY-Verhältnisse etwas ruhiger. Nach einigen Besetzungswechseln steht nun wieder eine feste Mannschaft. Anlässlich ihres bevorstehenden Plattendebüts mit dem Titel "The Smart Sensation" auf Grover Records, habe ich mich mit den Grü ndungsmitgliedern Boscho und Kaiser im Regensburger Traditionsbiergarten Kneitinger getroffen, um über das facettenreiche neue Album, SCRAPY und die Welt zu plaudern ...

Ist derzeit eure Bühnenbesetzung gleich Studio-Line-up?

Boscho: Es gab viele Umbesetzungen, aber die jetzige Besetzung ist fest.

Was ist aus den vielen Ehemaligen geworden?

Kaiser: Mal abgesehen von den Schlagzeugern Max, der bei der CRO-MAGS-Coverband spielt, und Manderl, der bei den BABOONZ trommelt, sind alle Ex-Mitglieder nicht mehr musikalisch aktiv.

"The Smart Sensation" habt ihr wieder in Göttingen eingespielt. Was ist das Besondere an diesem Studio?

Boscho: Um das zu verstehen, musst du das Studio sehen. Die Atmosphäre ist einfach super. Tom Spötter, der Studiobetreiber, ist der herzensbeste Mensch, den man sich vorstellen kann. Was nü tzt es, im weltbesten Studio aufzunehmen, wenn der Betreiber ein Arschloch ist? All die Freundschaften, die sich mittlerweile in Göttingen ergeben haben, machen das ganze Umfeld aus.

Kaiser: Wie NO RESPECT oder ROCKSTEADY ORCHESTRA, plus die Wohngemeinschaft, in der wir bei Bedarf problemlos Wochen verbringen können. Fassen wir zusammen: Cooles Studio, super Typ und ein geiles Umfeld.

Produziert wurde die Platte von DJ Vincent Fries. Wie kam es dazu?

Kaiser: Vincent kommt aus unserer Gegend, nahe Passau. Er ist mit radikalem, ernsthaftem HipHop wie ANARCHIST ACADEMY aufgewachsen. Mittlerweile ist er ein sehr erfolgreicher Discjockey mit Europameister- und Vize-Weltmeistertitel und ein großartiger Tontechniker. Deshalb hat er die Platte produziert und saß die meiste Zeit an den Reglern. Er hat ein Ohr für verschiedenste Arten von Musik. Der kü nstlerische Aspekt war Grund genug, um mit ihm zusammenzuarbeiten. Durch Vince bekam SCRAPY eine ganz neue Facette. Alles irgendwie nur eine Frage der Zeit, bis wir einmal miteinander arbeiten würden, zudem sein Bruder Adrian mittlerweile auch bei uns Schlagzeug spielt.

Viele neue Einflüsse, die irgendwie an TRANSPLANTS erinnern ...

Boscho: Eher unbewusst, auch wenn uns die Alben sehr gut gefallen. Alle Songs sind in sehr kurzer Zeit entstanden. Wir haben uns eine Woche lang in einen Keller eingesperrt, um das Material zu schreiben, die groben vorhandenen Konzepte haben wir mit der Band ausgearbeitet.

Kaiser: Die Grundideen sollten einfach und geradlinig werden. Ich zitiere mal BOY SETS FIRE: "Don't bother us, let's go to the chorus!" Vince' Ideen hingegen kamen eher überraschend hinzu.

Greift eure eigene stilistische Schublade "Streetska " noch?

Boscho: Keine Weiterentwicklung wäre Stillstand, sonst wären wir auch nicht zum Ska gekommen. "Streetska" ist unsere Auslegung von Punk und Ska mit Hintergrund, der sich vom Allerlei abhebt.

Kaiser: "The Smart Sensation" klingt trotz Weiterentwicklung nach SCRAPY. "Unsteady Times" war wesentlich experimenteller.

Trotz politischer Aussagen, einer gehörigen Portion Aggression, kristallisiert sich zwischen den Zeilen viel Frust heraus.

Kaiser: Betrachten wir die politische linke Szene, gab es seit Karl Marx immer wieder gute Theorien und praktische Ansätze, aber am Gesamtzustand der kapitalistischen oder der spätkapitalistischen Gesellschaft hat sich nichts geändert. Frust, weniger fatalistisch betrachtet, treibt mich und die Band weiter voran.

Boscho: Frust über die bestehende Situation, aber die nötige Aggression mit dem Willen, etwas zu ändern.

Angesichts der Textpassage, dass jede Generation ihren eigenen Krieg führt, interessiert mich, in welchen Krieg ihr verwickelt seid?

Kaiser: Erstens wird immer noch irgendwo Krieg geführt und zweitens, subkulturell betrachtet, hat sich seit 1968 nichts verändert. Soziale Bewegungen sind uns wichtig und jede Generation fü hrt ihren Kampf gegen eine gewisse "Stammkultur", siehe G8-Gipfel. Ich will keinesfalls Gewalt verherrlichen, aber es zeigt, dass die Gesellschaft kein fader Einheitsbrei ist wie bei einer Fuß ballweltmeisterschaft. Die Realität zeigt, dass diese Gesellschaft antagonistisch und pluralistisch ist.

Zu welchen Bands gibt es musikalische und ideologische Parallelen?

Kaiser: THE CLASH, THE (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY, RANCID, THE JAM oder THE SPECIALS. Unser Anspruch war, Ska im ursprünglichen Sinne sozialkritisch darzustellen, auch wenn SCRAPY nie als ultrapolitische Band à la ANTI-FLAG oder ZSK betrachtet wurde.

Boscho: Wie Bands eben, die etwas zu sagen haben, aber dennoch nie auf negative Art dogmatisch sind.

Kaiser, in unserem letzten Gespräch hast du geäußert, dass das neue Album umfangreicher werden würde, was jetzt aber ausblieb.

Kaiser: Es fehlt an Zeit und dann stellt sich noch die Frage: Wer soll das bezahlen? Wir waren jetzt einen Monat lang im Studio und sind froh, dass das Label die Kosten übernimmt.

Boscho: Um Joe Strummer sinngemäß zu zitieren: Ob es nicht besser gewesen wäre, "Sandinista" als Single zu veröffentlichen?! Wir sind Fans von knackigen Auftritten. Lieber nach einer Stunde voll in die Fresse mit Anstand die Bühne verlassen, als sich zwei Stunden den Wolf zu spielen und die Leute zu langweilen. So kann das auch mit einem Album laufen.

Und wie steht ihr zu Live-Aufnahmen?

Boscho: Grundsätzlich ja, aber eine gute Live-Aufnahme zu produzieren, ist relativ schwierig und ziemlich aufwändig. Die meisten einfachen Mitschnitte lassen sich nicht verwerten. Es muss eine gewisse Qualität gegeben sein. Mich stört es nicht, dass es Unterschiede zwischen Studiomaterial und Live-Auftritt gibt. Nehmen wir unsere Dub-Nummer, die live nie wie im Studio klingen würde, allerdings schließe ich nicht aus, dass wir den Song in einer anderen Variante auf die B ühne bringen. Im Studio will ich vieles ausreizen, was eben live nicht machbar ist.

Kaiser: Mir würde es nichts ausmachen, würden wir bei jedem Konzert die Songs etwas anders spielen. So werden die Stücke doch viel individueller. Natürlich spricht nichts dagegen, dass auch wir mal Live-Material veröffentlichen.

Warum der Labelwechsel von Mad Butcher zu Grover?

Kaiser: Wir wollten noch einmal einen Schritt nach vorne wagen und mit einem Label zusammenarbeiten, das größer ist als Mad Butcher. Durch bessere Vertriebswege erreichen wir hoffentlich noch etwas mehr Leute. Wir sind dankbar für die jahrelange Arbeit mit Mike, aber es war an der Zeit, die eingefahrenen Wege zu verlassen. Jetzt ist die Situation wieder neu. Grover ist für mich auch eines der besten und größten Szenelabels mit einem großartigen Programm.

Wird es "The Smart Sensation" auch auf Vinyl geben?

Kaiser: Auf alle Fälle! Eine Nachpressung von "Unsteady Times" ist mir ein Anliegen. In Punk- und Skinhead-Kreisen ist "Saturday Night" das bislang beliebteste SCRAPY-Album.

Bitte ein kurzer Satz zu jedem Song auf "The Smart Sensation".

Kaiser: "Radio underground" ist Kritik an der Kulturindustrie. "That's right" - "Freedom is a road, seldom travelled by the multitude". "Train's leaving", ein Liebeslied, das eine traurige Wendung nimmt, aber dennoch kämpferisch bleibt. "Broken avenues" handelt über unser hü bsches, kleines Städtchen zu Hause und was man am Wochenende dort so anstellen kann. "This generation" ist eine Hymne für kommende G8-Gipfel und "DJ, DJ" ist ein Song von und für Vincent Fries und Juggleberry Spin.

Boscho: "No tomorrow" ist ein Trinklied. "The smart sensation" ist eine wunderbare Uptempo-Nummer. "Empire" - Sozialkritik und "Jenny Soho" ist der zweite Teil von "Sad nights in Soho".

Skinhead/Punkrock-Attitude oder dreht sich bei euch alles nur um Musik?

Kaiser: Früher machte ich mir darüber Gedanken. Heute versuche ich, nicht mittelmäßig zu sein. Ich versuche, wie es der Subkultur entspricht, eine andere Lebenseinstellung zu praktizieren. Wir verdienen Null mit der Musik. Wir sind idealistisch und haben Spaß daran. Wir glauben daran, dass damit etwas bewegt wird und man junge Menschen von schlechteren Einflüssen wegbringen kann. Darum geht's mir.

Boscho: Die Subkultur ist der Hintergrund für uns. Darauf baut alles auf. Natürlich freuen wir uns, wenn das Album gekauft wird. Schließlich soll gehört werden, was wir zu sagen haben.

Eure Meinung zur derzeitigen deutschen Ska- und Punk-Szene?

Kaiser: Insgesamt positiv.

Boscho: Andererseits ist der Markt gesättigt. Es gibt wahnsinnig viel, was ich nicht brauche.

Welche deutschen Bands findet ihr innovativ und interessant?

Kaiser: Meistens Bands, mit denen wir uns gut verstehen, wie NO RESPECT oder STAGE BOTTLES.

Boscho: Sehr viele junge Bands orientieren sich nur an traditionellen Schemata und Perfektion.

Kaiser: Von den Traditionalisten werden wir komisch beäugt. Okay, aber mich langweilen musikalisch ausgelatschte Pfade furchtbar schnell.

Welche Rolle spielen dagegen "deutsche Altmeister" in Sachen Ska?

Kaiser: Mit vielen haben wir bereits gespielt. Da ich mir die Sachen nicht anhöre, fällt eine objektive Beurteilung schwer, auch wenn sie live nach wie vor ihr Ding machen. BLUEKILLA gefallen mir von den alten Bands mit am besten, wenngleich sie allesamt Vorreiter sind. Eine Tendenz, die mir am deutschen Ska missfällt, ist dieser überschwängliche Hang zum Spaßfaktor. Ich bevorzuge "dunklen" Ska, wie ihn THE SPECIALS, OPERATION IVY, RANCID oder THE SLACKERS vermitteln. Viele deutsche Skabands sind mir einfach zu lustig. Live stört mich die Show, die oftmals mehr an ein Bierzelt erinnert.

Boscho: Es degradiert Ska zur Partymusik, was Ska definitiv nicht ist und nicht sein soll.
© by OX-FANZINE [#73] und Simon Brunner
saturday night...
SCRAPY - Saturday Night… LP
(Plastic Bomb Records)
Zwei Jahre sind ins Land gezogen als "You Better Wake Up" auf Mad Butcher erschienen ist. Die CD-Version von "Saturday Night..." ist übrigens auf Black (Mad) Butcher erschienen. Hat Dr. Ring Ding noch am Debüt mitproduziert, haben SCRAPY die Sache für ihr aktuelles Album selbst in die Hand genommen.Die zwölf Songs sind allesamt etwas langsamer, aber alles andere als ruhiger geworden. Im Gegenteil, so stelle ich mir eine Samstag Nacht vor. Alles was während knapp 45 Minuten zu Gehör gebracht wird, kann in einer durchzechten Nacht mit Reggae-, Ska- und Streetpunktunes in verschiedenen Stimmungen besser nicht wiedergeben werden.Klischees hin oder her, ich finde die Lyrics sehr identisch und kann Parallelen ziehen, seien es Erinnerungen an ein "Local Pub" mit "Saturday Night Drink Activists", die Verehrung des Skinhead-Kultes in "Skinhead, Boots And Reggae", Ärger unter anderen mit den Ewiggestrigen in "Red Eyes" und "Street Politics", von "Freunden" und "Idolen", die kamen und gingen in "Wrecked Up Misery" und "Where Did You Go? Where Are You Now?", die Situation von Working Class 2002 in "Into Bosses Hands Again" und "Booby Hatch", über die wohl uncoolste aber schönste Sache der Welt, der Liebe in "Skank'n'Roll" und "Girl Of My Dreams", sowie etwas Selbstzweifel in "Suntimes 2002".Keine Frage, diese durchzechten Sonnabendnächte mit SCRAPY hinterlassen keinerlei Katerstimmung. Im Gegenteil, war ihr Debüt "You Better Wake Up" der richtige Auftakt für eine neue frische Band in der deutschen Skaszene, setzen sich SCRAPY mit "Saturday Night..." mit ihren eigenen selbstbenannten Streetskaarrangements ab von traditional Ska beeinflussten Studentencombos, aussagelosen Skapunk- und stumpfen Oi!-Bands.
© by OX-FANZINE [47] und Simon Brunner
saturday night...
SCRAPY - Saturday Night… LP
(Plastic Bomb Records)
Wer in den letzten Jahren die deutsche Ska-, Punk-, Oi!-Szene mitverfolgt hat, wird weder am 1999 erschienenen Debütalbum „You Better Wake Up“, noch an einem ihrer zahlreichen Konzerte vorbeigekommen sein. Zwischendurch erschien die „The Riot“-Split-EP mit den STAGE BOTTLES, die die Ungeduld auf einen weiteren Longplayer nur mäßig stillte. Im Mai diesen Jahres konterte der niederbayerische Streetska-Zehner mit „Saturday Night...“, womit SCRAPY neue Maßstäbe in Sachen Ska-, Punk-, Oi!-Fusion setzen. Grund genug, detaillierter über die sympathische Streetska-Truppe zu berichten. Trafen wir uns 1999 das erste Mal in Oberviechtach beim Neo-Hippie-Meeting „Freak No Weekend“-Festival, führte ich dieses Gespräch am 31.05.02 in Wuppertal mit Tom (Gesang), Boscho (Bass), Woiff (Gitarre) und Klaus (Posaune) kurz vor ihrem Gig im U-Club.

Wie sind bisher die Resonanzen auf „Saturday Night...“?

Klaus: „Von den Ska- und Punkrockpeople bekamen wir bisher nur positive Resonanz. In der Schweiz, was uns Benno von Leech bestätigte, und selbst in Tschechien verkauft sich ‘Saturday Night...’. Schon lustig, wenn Prager Skins deine Songs mitgrölen. Demnächst wird die Platte in Kanada von Stomp und in Japan von D.I.W. veröffentlicht.“

Was hat sich zu „You Better Wake Up“ produktionstechnisch geändert?

Woiff: „Wir hatten dieses Mal keine fünfzehn Kästen Bier im Studio stehen. Die Aufnahmen sollten exakter und professioneller werden. Schließlich investiert man ja eine Menge Geld. Aufnahmen des Suffs wegen kaputt zu machen, muss nicht sein.“
Boscho: „Durch NO RESPECT, deren Platten uns soundtechnisch sehr gut gefallen, haben wir im Göttinger Out Of Space Studio aufgenommen.“

Ihr vertretet sowohl optisch, als auch in euren Texten und der Musik das Gemeinsame zwischen Skinhead-Movement und Punkrock. Mittlerweile viel rumgekommen und kennen gelernt, konntet ihr feststellen, dass davon etwas in die Tat umgesetzt wird?
Tom: „Auffällig ist, dass das Gemeinsame in kleinen Städten besser funktioniert. Wenig Leute bestimmen die Szenen, die so besser zusammenwachsen. In Großstädten hingegen spielen wir manchmal leider nur vor Skinhead- oder Punkrockpublikum.“
Klaus: „Die Skinheadszene hat sich in den letzten zehn Jahren positiv gewandelt. Auf unseren Konzerten vertragen sich Punks und Skins ganz gut. Da wir mit allen Leuten feiern, die unsere Musik mögen, haben die Skapolizisten keinen Bock auf uns, was jedoch auf Gegenseitigkeit beruht.“

Unabhängig davon, was in den Anfängen mal als Skinhead und Working Class bezeichnet wurde, für was stehen diese Begriffe heute?

Tom: „Schwierig, Working Class heute noch zu definieren... (allgemeines Gelächter). Ich bin derzeit arbeitslos. Ursprünglich waren das Industriearbeiter. Gewerkschaften haben heute nicht mehr den Einfluss und die Bedeutung wie früher. Was mal links war ist heute mittig. Die Klassen haben sich verschoben.“

Also alles doch nur der Melancholie vergangener Tage wegen?

Boscho: „Vergangenen Ereignissen und Tagen nachtrauern und dabei alte Lieder singen, das ist durchaus Bestandteil von Working Class.“
Klaus: „Das klassische Bild des Skins, der ab sechs Uhr morgens buckelt und stolz darauf ist mit seinen Händen was zu schaffen, das steht nicht mehr im Vordergrund. Mittlerweile definiert sich der Kult über Musik, Kleidung und den Umgang untereinander.“

Mad Butcher bedient sich des Slogans „Fight For Your Class, Not For Your Country!“ Wie steht ihr dazu?
Klaus: „Den Slogan, vor allem den Begriff ‘Class’, sollte man nicht so ernst nehmen. Für mich bedeutet das: Kümmere dich um deine eigenen Leute, in dem sozialen Umfeld, in der Szene, in der wir uns als Band bewegen. In unserem Fall ist das eben das Label Mad Butcher, befreundete Bands und Labels, die richtigen Veranstalter und das dazugehörige Publikum.“

Thema Studenten-Skabands...

Tom: „Mein Lieblingsthema. Schön, wenn ihnen die Musik gefällt, aber hört doch auf ‘If The Kids Are United’ zu covern, wenn ihr absolut nichts vom historischen Background wisst und euch dieser Szene nicht zugehörig fühlt.“
Boscho: „Sicher spielen wir auch des öfteren mit derartigen Bands. Die waren eben an diesem Abend dann auch mit dabei. Dafür lernt man jede Menge anderer Bands kennen, bei denen vom ersten Moment an alles stimmt, wie eben die Bands auf Mad Butcher und dessen befreundete Labels.“

Gab es Überlegungen, die Platte auf einem anderen Label rauszubringen?
Tom: „Nein. Wir sind sehr zufrieden mit Mike und Mad Butcher.“

Was wird sich in naher Zukunft bei SCRAPY ändern?

Boscho: „Trotz geringfügiger Line-Up-Änderungen wird sich der Sound nicht wesentlich ändern. Klaus wird Vater, Ede und Meixner werden in Zukunft im Job mehr eingespannt und live deshalb seltener dabei sein.“
Klaus: „Seit Anfang Mai ist Caro am Saxophon fest dabei.“
Boscho: „Als wir gemeinsam mit ihrer alten Nürnberger Band EARNIE’S TALE spielten, fragte sie uns, ob sie bei SCRAPY mitmachen könne. Wir gaben Caro unsere CD und eine Woche später stand sie mit uns im Proberaum. Perfekt!“

Wie sieht es derzeit mit Nebenprojekten von SCRAPY-Members aus?

Boscho: „Meixner spielt bei den BABOONZ, Kaiser bei LA PAR FORCE, die auf ihrem eigenem Label Dancing In The Dark eine EP veröffentlichen werden. Der Rest ist bei SCRAPY eingebunden. Da die Pause zwischen ‘You Better Wake Up’ und ‘Saturday Night...’ relativ lang war, werden wir jetzt verstärkt neue Songs schreiben, um bald neues Material aufzunehmen. Im Frühjahr 2003 steht die Tour mit den GENERATORZ in Kanada an.“
In Weißbier We Trust! In diesem Sinne: Viel Erfolg!
© by OX-FANZINE [#48] und Simon Brunner
you better wake up!
SCRAPY - You Better Wake Up! CD
(Black Butcher Records)
Das ist sie also, die Debüt-CD der niederbayerischen Skins & Punks SCRAPY. Vom Songwriting war ich bereits von ihrer erster Single "Utterly Wiped Out" überzeugt, allerdings gab es bei diesem Teil noch einige Unstimmigkeiten bzgl. der Bläser, die jedoch auf "You Better Wake Up!" kaum noch zu hören sind, wenngleich das Blech auch ziemlich weich abgemischt wurde.
So mancher Chorus ("Rude Boys Better Wake Up" & "Weapons") könnte auch von LIBERATORs "Worldwide Delivery" stammen. Positiv an SCRAPY ist zum einen das neoskantastische Arrangement der Songs, das manchmal auch mit den ersten Skapunksachen von SERIOUS DRINKING vergleichbar ist.
Des weiteren liebe ich ihre Ausflüge in den Streetpunk/Oi!-Sektor, wie bei "Snot In Your Face", "Still Standing" (der Anti-Fascho-Knaller schlechthin!) oder "Back From London", die dann manchmal sogar an etwas gemässigtere RANCID erinnern. Singalongs gibt's jede Menge auf "You Better Wake Up!", so dass der Spassfaktor auf einem SCRAPY-Konzert eigentlich vorprogrammiert ist.
Textlich geht's ganz klar zur Sache, und die Fascho- und Pseudoglatzen kommen hier ganz schlecht weg!
© by OX-FANZINE [37] und Simon Brunner
unsteady times
SCRAPY
Unsteady Times CD
Mad Butcher/Plastic Bomb/Cargo
Die bayerischen Streetskaster legen mit ";Unsteady Times" ihr drittes Album vor, eine Platte, die vor allem von vielen bekannten Vorlagen lebt, bewusst oder unbewusst?! Sich darüber auszulassen wäre erst mal reine Spekulation, aber mehr werden mir die Jungs sicherlich beim Interview erzählen, das ihr in der Ausgabe #57 nachlesen könnt. Angefangen vom Cover-Artwork, fiel mir sofort das EASTERN STANDARD TIME-Album ";Time Is Tight" ein. Vom musikalischen Konzept hingegen könnten wir durchaus" life wont Wait" von RANCID gegenüberstellen. Zum einen besitzen SCRAPY sowieso einen immensen Touch von RANCID, OPERATION IVY bis hin zu THE CLASH, des weiteren sind einige Musiker aus dem engen Umfeld beteiligt, die bei den Konzerten sicherlich nicht dabei sein werden. So zum Beispiel Lisa Miller von SKAPASTORIA oder der Meister Dr. Ring-Ding, der nicht nur sein musikalisches Talent mit einbrachte, sondern auch als Produzent den Bläsern und vor allem Sänger Biertom zur Seite stand. Bereits beim Debüt";You Better Wake Up" hatte Meister Ring-Ding seine Finger mit an den Reglern. Auf ";Unsteady Times" hat unser großes Dickerchen aber mal ganze Arbeit geleistet. Manchmal ist die Stimme von Herrn Biertom kaum wieder zu erkennen. Neben den Songwritern Kaiser, Wolff, Boscho und Biertom gibt es einige Neu- oder Umbesetzungen. Man darf gespannt sein, in welchem Line-Up SCRAPY live unterwegs sein werden."Unsteady Times" ist abwechslungsreicher denn je; denn neben der charismatischen Mischung aus Streetpunk und Ska, gibt es jetzt auch Nummern, die mehr dem Soul und Jazz gewidmet sind, wie man sie in etwa von den PIETASTERS kennt. Selbst die Texte sind nachdenklicher geworden, angefangen von den kriegerischen Konflikten, über die Weltpolizei USA bis hin zu selbstkritischen Studien Rudies Reifungsprozesse. Dennoch gibt es immer noch Grund genug, den Kult und sich selbst zu feiern. Fazit: Definitiv das beste und variantenreichste Album der interessantesten deutschen Band zwischen Punks und Skins, Punkrock und Ska, auch wenn manche musikalische Idee bekannt ist!
(41:40)(8) © Simon Brunner
unsteady times
Auf der inzwischen dritten CD der bayerischen Skaband gibt so einiges zu hören. Neben druckvollem, mitreißenden Punkska haben die 11 Leute von Scrapy (von denen knapp die Hälfte zur Bläserfraktion gehört) auf "Unsteady Times" noch einige Stücke mit eindeutiger Rocksteady-Qualität gepackt. Textlich bewegt sich das in bewährt-bekannten Kreisen (Liebe und Enttäuschung, Rock, Massenmedien und Anti-Amerikanismus) mit gelegentlichen Überraschungen (etwa auf "Won't Take My Boots Off" (Track 8): "I love you honey, you know that my love is true! / I've got to set things straight between me and you! / There is only one thing I would never do...") Trotzdem ist die neben der Bläserfraktion mit Bass, Trommeln, zwei Gitarren und der beeindruckenden Reibeisenstimme von Biertom ausgestattete Musik der Band laut Pressemitteilung angeblich in keine Schublade zu stecken. Ich vermute stark, dass man sie mit einigem Zerren und Drücken sicherlich in eine Schublade packen (oder zumindest auf ein paar Schubladen aufteilen) könnte. So könnte man "Roots Rockers" (Track 2) als Punkska bezeichnen und "Sad Nights in Soho" (Track 3) beschleunigte Rocksteady- bzw. "The Boys Are Back!" (Track 6) rockige Rhythm-and-Blues-Elemente attestieren. Andererseits muss das ja auch nicht sein. Zumal Scrapy ja mit Streetska die passende Schublade für ihre Musik gleich mitliefert haben und es sich dabei nun wirklich um erfrischend unprätentiösen, gut gemachten Ska handelt.
© Jan-Noel Thon
saturday night...
SCRAPY: Saturday night CD (Black Butcher Records)
Das neue Album von Scrapy also, da wurde ganz klar nach einem Konzept vorgegangen, soviel steht fest!!! Das fängt beim Titel an, geht über´s Cover&Booklet bis hin zu so manchen Texten……das ganze klingt jetzt maxmial nach Durchschnitt, stimmts? Aber falsch…..Scrapy haben genau das richtige Konzept entwickelt um einen Meilenstein zu fabrizieren, ich bin begeistert! Dass sich die Jungs SO entwickeln, hätte ich nichtmal im Traum gedacht…..verdammt sauber und perfekt eingespielter Longplayer, bei dem sich musikalisch gesehen trinkfester „modern-Ska“ mit Punk vereinigt. Den Wunsch nach Vereinigung streben sie auch bezogen auf Jugendkulturen an, insofern natürlich auch unterstützenswert! Die Blasinstrumente kommen sehr oft zum Einsatz, aber trotzdem darf man sich keinen traditionellen Ska erwarten…..geil finde ich die Orgel, die von Zeit zu Zeit im Hintergrund zu murmeln beginnt, da kommt so richtige Pubatmosphäre auf….das dürfte wohl auch Absicht dieser Scheibe sein. Den Song „Streetpolitics“ kannte ich (u.a.) schon…aber solche Lieder können nicht oft genug an die Öffentlichkeit losgelassen werden….erwartet Euch Punkrock, Ska und RocknRoll mit fähigem Sänger und Abwechslung, die v.a durch so manchen Chor hervorkommt! Scrapy haben das Potential auch international anerkannt zu werden..dieses Album bietet jedenfalls ein gutes Sprungbrett…..als Vergleich würde ich sagen „Stage Bottles mit mehr Ska Elementen!“.Wird bestimmt noch öfter bei mir laufen die nächste Zeit!
© Bomml
Kruzefix fanzineyou better wake up!
Scrapy - You better wake up CD (Black Butcher Records)
"STREETSKA" nennen die sympathischen Burschen aus Passau selber ihre Musik und irgendwie find ich, bringt´s das auch sehr schön auf den Punkt. Mittlerweile habe ich die Truppe auch schon live gesehen und war schwer von ihnen beeindruckt. Spielen unglaublich fetzig und tanztauglich und eine sehr brisante Mischung aus Ska, Rock´n´Roll und Streetpunk. "You better wake up" ist ein sehr starkes Debütalbum und kaum noch zu toppen. Ich bin wirklich stolz, sie mit "Skank´n´Roll" auf dieser Single - Beilage zu haben, da könnt ihr selber hören, wie einzigartig diese Band ist und versteht vielleicht besser, was ich mit 'brisanter Mischung' meine. Wenn euch das Stück gefällt, dann bestellt am besten gleich noch ihre CD hinterher, ihr werdets gewiss nicht bereuen.
© Captain Olli
unsteady times
Der 3.Longplayer der Passauer ist eine absolute Überraschung. Hatten SCRAPY schon mit ihrer 1.MCD saugeilen Streetpunk mit Ska-Anleihen gemacht, so legten sie mit ";Local Pub' eine Kehrtwende zum Ska hin. Zusammen mit ihren guten Texten, ihrem ambitionierten Auftreten u. dem Einsatz für die gute Sache, langte das allemal für die Spitzengruppe. Vergleiche mit NO RESPECT wurden des öfteren gebraucht. Mit "unsteady times" treten sie locker aus dem Windschatten u. ziehen auf der Überholspur locker durch. SCRAPY toppen alles bisherige um Längen !!! Eine INCITERS-würdige Soulnummer (diesmal mit weiblichen Gesang), mal ordentlich MADNESS-Anleihen o. RANCID-mäßiges Songwriting. Sie haben einfach alles drauf ! Das führt zu einer superabwechslungsreichen, sehr homogenen Scheibe. Jeder Song anders u. doch geil. Dabei versprüht die Scheibe einen Elan u. gute Laune, wie keine andere. Leben, Stil, Kritik & Selbstironie finden auf "unsteady times" ihren Ausdruck. SCRAPY sind momentan das berühmte Nonplusultra in der europäischen Skapunk-Szene !!
the riot ep
STAGE BOTTLES/SCRAPY Split
Von null auf eins dürften die bayerischen SCRAPY möglicherweise bald durchgestartet sein. Kämpferischer SKA-PUNK mit hymnischen Texten. immer vorwärtstreibend unter der antifaschistischen Fahne. Da ist eine Lücke zwischen NO RESPECT und den SKOIDATS, die hier geschlossen wird. Frag mich nur, woher der gute MAD MIKE ständig diese Knallerkombos bekommt. Mittlerweile ist der Labelname ja schon Qualitätsgarantie.
Swen Plastic Bomb #35

STAGE BOTTLES/SCRAPY Split:
"Zwei Songs der Stage Bottles gibt es zu hören. Hier kann ich nur auf die neue Platte verweisen. Exzellenter Stoff, der nicht in den Regalen der Plattenläden versauern wird. Zwei tolle, hymnische Songs, die euer Verlangen nach noch mehr Stage Bottles weiter ins unerträgliche steigern werden. Und Scrapy bestätigen das Lob ihrer letzten CD nachhaltig und steigern sich sogar deutlich. 2 Streetpunk-Songs mit guten Texten zum Thema Politik. Das brät voll rein. Hier ist kein Qualitätsunterschied zwischen den Bands zu erkennen."
Swen
unsteady times
Also schlecht fand ich Scrapy noch nie, aber es würde auch nicht der Wahrheit entsprechen sie zwischen meinen Favoriten zu nennen. Dafür fehlte mir bei den Bayern immer ein bisschen die Eigenständigkeit. Dieses Manko hat man mit "Unsteady Times"; jetzt aber eindrucksvoll ausgeräumt, was einen großen Schritt nach vorne bedeutet. Man kann zwar nicht von der Hand weisen, dass der Geist von Rancid bei den 13 Song deutlich präsent ist, aber eine eigene Note sollte man den durch die Bank starken Kompositionen auch nicht absprechen. Coole Rocker wie "The Boys Are Back"; oder";The Story Of Tommy And Mickey"; wechseln sich stets mit smoothen Ska-Groovern ";Sad Nights In Soho", feinen Soulperlen";Soul Girl"oder sogar nach neuen Beatsteaks klingenden Hits";Back Then - Right Now" ab. Egal auf welchem Terrain man sich auch gerade befindet, die Band strahlt Sicherheit und Kompetenz aus und kann immer voll punkten!! Ein Quantensprung für Scrapy und das langerwartete, frische Blut für die arg geschundene Ska-Szene zugleich! Herzlichen Glückwunsch!!
unsteady times
Scrapy - "Unsteady Times"
Mad Butcher Records - Playing Time:41:40 - Tracks:13 - VÖ:n/a
Mit DIESEM Release haben es Scrapy endlich geschafft alles aus der Band rauszuholen und auf einen Silberling zu brennen! Das Album ist definitiv das Beste, was die Jungs je fabriziert haben. Das gewisse Etwas, dass bei den alten Scheiben irgendwie noch gefehlt hat, ist hier vorhanden. Das ist eine runde Sache! Wer die Band noch nicht kennt: Nun ist die beste Gelegenheit sie auszuchecken! Die Beschreibung "streetska";, wie der Stil genannt wird, trifft den Nagel auf den Kopf. Gekonnte Ska Rhythmen paaren sich mit Punk/Oi Riffs und einer Prise Rock n Roll. Dabei entstehen sowohl gemütliche Schunkelnummer, als auch Tanzflächenfeger oder gar Pogostücke. Eine bunte Mischung, die besonders aufgrund des hohen Widererkennungswertes und Mitsingfaktor nie langweilig wird. Die Texte behandeln Themen wie Liebe, Nazi-Skins, Business Idioten, Spaß und natürlich die Rudeboy/Punkrock/Skinhead Szene an sich. DER Stern am bajuwarischen Ska-Himmel, nach dem auch der Rest der Rudeboys & girls in Deutschland ruhig mal greifen sollte. Tip!
(8 von 10 Punkte)
unsteady times
Scrapy - Unsteady Times
Wenn man das Wort Skapunk schon erwähnt, drehen sich viele Menschen weg. Besonders die Älteren unter uns haben damit schon so viele schlechte Erfahrungen gemacht, dass sie sich nur noch ungern auf eine neue Band in diesem Bereich einlassen. Zu schnell nennen sich irgendwelche jugendlichen Krachmacher von nebenan 'Skapunker', nur weil sie mit ihrer Gitarre den richtigen Rhythmus nicht finden. DAS IST ABER DANN NOCH KEIN OFFBEAT! Wie auch immer, Scrapy sind anders. Hier kümmert sich jemand um das anspruchsvolle und viel zu lange schon vernachlässigt herumliegende Erbe von The Clash und das machen die auch noch richtg gut. 'Roots Rockers', 'Rudie Can't Fail', 'Won't Take My Boots Off' – politische Einstellung stimmt und das Herz tragen die Jungs auch noch am richtigen Fleck. Besonders die Stimme von Biertom macht es leicht, Scrapy vom ersten Lied an richtig gerne zu haben.
© Florian Heilmeyer
unsteady times
Obwohl es schon das dritte Album der 10 bayrischen Musikanten ist, habe ich bisher nichts von ihnen gehört - leider. Auf ihren Platten findet sich eine gelungene Mischung aus Ska, Rocksteady und einigen "raueren" Passagen a lá Rancid oder Operation IVY, welche sie selber als StreetSka beschreiben.
Mit der Hilfe von Dr. Ring Ding im Studio ist eine sehr abwechslungsreiche und gut klingende Scheibe entstanden, die sich auf jeden Fall sehen lassen kann. Rocksteady- Nummern wie "Won’t Take My Boots Off" werden von reinen Ska- Songs wie "Shot Down" oder Punkrock- Stücken mit "Fußball-Stadion" Gesang abgewechselt. Die herzhaft eingesetzten Blassinstrumente verleihen dem Körper ein neuen bewegungsfluss und man kann einfach nicht mehr still und leise in der Ecke sitzen... Wer also wissen will was die Bayern noch alles außer Saufen und Weißwurst essen können, sollte sich auf jeden Fall mal über Scrapy informieren.
© aggi
saturday night...
Pogo Presse #11 (Juli - Oktober)
SCRAPY "Saturday Night" Black Butcher Records
"Skinhead, boots and reggae" Das ist dann nun wirklick der Soundtrack zum Sommer. Scrapy dürfte jeder von ihrem Titel "Streetpolitics" kennen, der ja wohl auf jedem nur erdenklichen Sampler mit drauf war. Nur wer jetzt denkt, die Jungs aus Bayern machen ausschliesslich den von ihnen geprägten "Streetska", der iss schief gewickelt. Hauptsächlich ist es nämlich eine Mischung aus Ska und Skapunk. Was aber am end eh nur Korinthenkackerei ist. Jedenfalls würde ich der Band aufgrund ihrer zweiten Output eine Zukunft voraussagen, die mindestens der von No Respect gleichkommt. Eine echt klasse Scheibe von netten Leuten.
© Bocky
utterly wiped out
Single/EP: Scrapy: "Utterly Wiped Out"
Nicht mehr so neu aber dennoch gut ist diese 1998 aufgenommene EP von Scrapy: Die EP besticht allein schon durch ihre Aufmachung, sie sieht aus wie eine LP im 7" Format und außerdem gibt's dazu im aufklappbaren Cover noch Bilder und Texte was mir recht gut gefällt.
Aber die gute Aufmachung ist nicht alles auch die Songs bestechen durch ihre Qualität. Scrapy bieten recht flotten SKA der in die Beine geht und dazu noch anspruchsvolle Texte hat, was will man mehr? Ganz einfach ein ganzes Album voll mit so tollen Songs.
you better wake up!
SCRAPY "You better wake up!" Black Butcher Records
SCRAPY sind eine quirlige neue Nachwuchs-Band aus dem bayrischen Passau. Mit ihrer von DR. RING DING & THE SENIOR ALLSTARS Sänger Richie produzierten Debüt-CD haben sie sich eine gute Start-Position in der deutschen Ska-Szene geschaffen. Der bunte Haufen aus Punks und Skins backt Reggae, Ska und Punkrock zu einem lecker schmeckenden Kuchen. Wütende und kämpferische Texte gegen den alltäglichen Faschismus in unserer Gesellschaft runden das geschmackliche Party-Erlebnis als Zuckerguß ab. Sie können richtig rocken und sie können richtig schnell sein.Ihre Bläsersektion swingt sich locker durch die Arrangements. Sie haben jedoch stets das Gespür für den Moment, wo der Hörer eine Atempause braucht. Die momentan allseits beliebte Offbeatmusik ist um eine Attraktion reicher. 69 is the time when it all began.
© stb
Der Warschauersaturday night...
SCRAPY - "Saturday Night..."
Endlich kommt mal was aus Passau, was nicht nach braunem Bierschiss stinkt. "We are Punx and Skins united to smash away the fascist scum!", steht auf der Homepage von Scrapy. Musikalisch kombinieren sie Streetpunk und Oi!-Elemente mit Ska-Rhythmen und -Melodien. Ihre Mixtur nennen sie Streetska. Die Melodien sind ungewöhnliche, super angenehm ins Ohr fließende Klangwellen, die Texte wortgewandt und intelligent. Ich will sie ja nicht vor Samstag Abend loben, aber die Scheibe ist wirklich allererste Bierkrone. Und dann die Stimme von Sänger Tom, einfach sexy. Die will ich nicht nur eine Samstag Nacht hören!
(Mad Butcher Records)
© Tanka Ticker